Pigmente aus Holz?

Ich liebe Holz. Es ist ein wundervolles, natürliches Material. Möbel aus Holz sind warm, gemütlich. Man kann sie streichen und umarbeiten. Sie sind langlebig und somit nachhaltig. Mit Holz kann man Feuer machen, es wärmt, man kann darauf kochen. Und man kann unter einem Baum in der Natur sitzen und einfach nur die Stille genießen, das leichte Rauschen des Windes in den Blättern hören. Er bietet Schatten. Und man kann, was die wenigsten wissen, seine Blätter essen. Viele Baumblätter sind essbar (vorm ausprobieren informieren, es gibt auch wenige, die nicht verträglich sind).

Wie du aus diesen Zeilen vielleicht schon erkennst, ich bin ein sehr naturverbundener Mensch. Die Natur gibt uns alles, was wir zum leben brauchen.

Da liegt es nahe, dass in mir schon länger der Wunsch aufkam, mit natürlichen Farben zu malen. Gekaufte Pigmente habe ich schon ausprobiert. Aber ich hatte das Gefühl, dass es da noch was anderes geben muss. Es gibt ja auch Pflanzenfarben. Kann man damit Bilder malen? Wie haltbar sind sie? Verblassen sie mit der Zeit? Und vor – allem wie stellt man sie her?

Pflanzen auskochen um die Farbe zu erhalten ist eins, aber wie werden dann Pigmente, also Pulver daraus? Ich hatte keine Ahnung. Also Tante Google bemüht und mich eingelesen. Manches brauchbar, manches zu kompliziert, weil Gerätschaften fehlen usw. Aber wie immer, wenn etwas wirklich aus einem raus will und man spürt – genau das will ich machen – dann findet man Wege und Informationen. Als ich schon fast aufgegeben hatte, bin ich im Internet auf die wundervolle Seite einer schwedischen Malerin gestoßen, die mich sehr inspiriert hat. Es geht also. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, wie.

Ich vertraue ja meiner Intuition – und was soll ich sagen. Vor ein paar Tagen leerte ich den Aschebehälter im Kamin und da war es. Farben. Nein, Asche ist nicht einfach nur grau. Ich schaute genauer und sah nicht verkohlte Holzreste, die schwarz waren. Obenauf lag ein fast weißes Pulver. Und dann gab es noch sowas wie Brauntöne.

Also mit einem Löffel vorsichtig die verschiedenen Farben herausgeholt. Die einzelnen Farben hab ich dann im Mörser zerstoßen und dann noch durch ein ganz feines Sieb gegeben. Herausgekommen ist:

Das Pulver ist noch nicht fein genug. Ich brauche noch ein feineres Sieb, einen anderen Mörser, einen Glasstößel und Glasplatte, um die Pigmente dann anzumischen. Was ich bis jetzt weiß: Man gibt Wasser hinzu und eine Bindemittel, damit die Pigmente / die Farbe auf der Leinwand halten.

Bei dem Bindemittel bin ich noch unsicher. Man kann natürlich welches kaufen. Ein natürliches wäre aber schön. Soweit ich weiß, kann man auch Leinöl nehmen. Muss mich aber noch schlau machen, wie das genau geht.

Soviel für heute. Es bleibt spannend und es macht Freude. Ich werde weiter experimentieren und die ersten Ergebnisse dann auch hier zeigen. Bin sehr gespannt, wie es sich damit malen lässt.

In diesem Sinne, bleibt kreativ, hört auf eure Intuition, probiert aus und genießt das Leben.

Liebe Grüße

Cornelia

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